

Oliver Müller - Homöopath und Wegbereiter
Nachruf an einen bedeutenden Homöopathen unserer Zeit
Am 6. Juli 2026 ist unser geschätzter Kollege und Wegbegleiter Oliver Müller verstorben.
Er war in den letzten 15 Jahren ein wesentlicher Faktor in der Verbreitung von „Predictive Homoeopathy“ hier bei uns im deutschsprachigen Raum.
Er veranstaltete seit 2012 viele Seminare mit Praful Vijayakar und dessen indischen Kollegen, meist in Regensburg.
Seit 2015 organisierte Oliver zusätzlich 2-wöchige Workshops direkt in Mumbai, Indien.
Er liess den Faden zu den „Indern“ nie abreißen und schaffte es damit, dass die KollegInnen die „neusten Erkenntnisse“, also wertvolle Informationen aus nächster Nähe von Praful Vijayakar und anderen indischen Kollegen, erfuhren.
Davon profitieren bis heute viele KollegInnen in ihrer Praxis.
Oliver lernte Praful Vijayakar 2006 kennen, war sofort überzeugt von der Methode und wurde ein leidenschaftlicher Anhänger und Förderer.
Er kam zu der Überzeugung, dass die klassische Homöopathie, „zu noch viel mehr fähig wäre, als wir alle annahmen“.
Oliver hatte 1996 mit Beatrix Szabo eine Gemeinschaftspraxis im Zentrum von Regensburg eröffnet.
Die Praxis wurde zu einer homöopathischen Institution in Regensburg.
Es folgte 1997 die Gründung des Regensburger Instituts für klassische Homöopathie, ein Ausbildungsort für klassische Homöopathie. 1988 bestand Oliver die Heilpraktikerprüfung.
Die Homöopathie lernte er in seiner Ausbildung kennen und war sofort an dieser Therapieweise interessiert.
In der Folge beschäftigte sich Oliver intensiv mit unterschiedlichen Richtungen in der Homöopathie, wobei er letztendlich erst spät, nach über 15 Jahren Praxistätigkeit, in der „Predictive Homoeopathy“ seine Basis als Methodik gefunden hat, die er nun an seinen Patienten mit viel Erfolg ausübte.
Seine erste Praxis gründete Oliver 1990 in Pfarrkirchen bis er 1996 nach Regensburg umsiedelte.
Erwähnenswert ist, dass Oliver ein Gründungsmitglied des Homöopathie-Forums war, einem bis heute wichtigen Verein zur Förderung der Homöopathie, samt einer Ausbildungsstätte in Gauting bei München, Herausgeber der „Homöopathie Zeitschrift“ (HZ) und ein Veranstalter internationaler Seminare.
Dort war er von 1993 bis 1995 im Vorstand, zuständig für die Fortbildung und Seminarorganisation.
Schon damals zeigte sich sein Talent, große Seminare zu organisieren, sowie sein Interesse, sich auf andere Kulturen wie indische Homöopathen einzulassen. Er organisierte damals Seminare des Forums mit einer Fortbildungsreihe indischer Homöopathen um Rajan Sankaran.
1996 war Oliver maßgeblich an dem Projekt „Homöopathie für Mostar“ beteiligt.
Dort wurden Kriegsopfer ehrenamtlich homöopathisch behandelt und vor Ort Ärzte in Homöopathie unterrichtet.
Was mit einem ersten humanitären Projekt in Bosnien-Herzegowina begann, führte letztendlich in den Verein „Homöopathen ohne Grenzen (HOG)“, der bis heute weltweit in Projekten „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch klassische Homöopathie leistet.
Oliver war ein leidenschaftlicher Behandler und immer für seine Patienten da.
Sein Arbeitspensum war enorm, auch wegen der großen Anzahl an Patienten, die er betreute.
Er versuchte, mit viel Akribie seinen Patienten, viele mit schweren Erkrankungen, mit der klassischen Homöopathie weiter zu helfen und zu heilen. Dabei nahm er keine Rücksicht auf sich selbst und seine eigene Gesundheit, wenn er noch bis spät in der Nacht oder an Wochenenden, den einen oder anderen Fall bearbeitete.
Wir werden Oliver als Homöopathen, Organisator, engagierten Förderer der Homöopathie und nicht zuletzt als Mensch und Freund vermissen. Seine Leidenschaft war neben der Homöopathie mit dem Segelboot die Gewässer zu erkunden.
Ein Nachruf von den Kollegen Matthias Klünder, Matthias Strelow; Schule der Homöopathie Hamburg (SdH)
